Website in App umwandeln: Was kostet das 2026?

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Du hast eine Website, die auf dem Smartphone gut funktioniert: einen Shop, eine Content-Seite, ein SaaS-Dashboard. Jetzt fragen Kunden nach „der App" – und die Angebote, die du im Netz findest, reichen von kostenlos bis zum Preis eines Kleinwagens. Beides kann stimmen, denn hinter „Website in App umwandeln" stecken vier sehr unterschiedliche Wege.

Dieser Artikel zerlegt die Kosten in ihre echten Bestandteile: was Apple und Google verlangen, was der Build kostet, was nach dem Launch weiter Geld kostet und welche versteckten Posten in den meisten Schätzungen fehlen. Er vergleicht die vier Wege in einer Tabelle und endet mit einer Beispielrechnung für das erste Jahr – nur mit Preisen, die wir auf den Seiten der Anbieter selbst geprüft haben.

Preise mit Stand 1. Oktober 2026, von der jeweiligen offiziellen Seite, unten verlinkt. USD-Preise stehen so da, wie sie veröffentlicht sind; Steuern kommen hinzu, wo sie anfallen. Preise ändern sich – prüf die verlinkte Seite, bevor du entscheidest.

Die kurze Antwort

Weg Kosten vorab Laufende Kosten Du zahlst vor allem mit Passt, wenn
1. Native App von Agentur oder Freelancer Projektangebot Wartungsvertrag oder Aufwand pro Update Geld Die App braucht, was deine Website nicht kann: viel Offline-Nutzung, tiefe Geräteintegration, komplexe native Oberfläche
2. Cross-Platform im eigenen Team (React Native, Flutter) Zeit deines Teams Zeit deines Teams Zeit Du hast Entwickler und willst eine eigene mobile Codebasis unter voller Kontrolle
3. Web-to-App-Builder oder Wrapper-Service 0 bis einige Hundert, oder eine Einrichtungsgebühr bei Rundum-Services Monats- oder Jahresplan Geld, wenig Zeit Deine Website ist schon mobilfreundlich und die App soll sie zeigen, mit App-Funktionen drumherum
4. Progressive Web App (PWA) ≈ 0, wenn deine Website schon mobil gut ist ≈ 0 Zeit für Manifest, Service Worker, Push Du musst nicht in den App Store oder Google Play

Die Wege 1–3 enden alle in einem Store-Eintrag und teilen sich deshalb dieselben Store-Gebühren. Weg 4 nicht – das ist zugleich seine Ersparnis und seine Grenze.

Die Fixkosten: Apple und Google

Apple Developer Program: 99 USD pro Jahr

Für den App Store brauchst du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft im Apple Developer Program: „99 USD per membership year, or in local currency where available". Den genauen Preis in Landeswährung zeigt Apple bei der Registrierung an. Gemeinnützige Organisationen, akkreditierte Bildungseinrichtungen und Behörden können eine Gebührenbefreiung beantragen.

Zwei Details zählen für dein Budget:

  • Die Gebühr ist jährlich. Laut Apples Seite zur Verlängerung sind deine Apps nach Ablauf der Mitgliedschaft nicht mehr zum Download verfügbar, und du kannst keine Updates einreichen. Bereits installierte Apps funktionieren weiter.
  • Unternehmen brauchen eine D-U-N-S-Nummer. Apples Seite zur Registrierung verlangt sie und weist darauf hin, dass sie in den meisten Ländern kostenlos ist. Sie kostet Zeit, kein Geld.

Google Play Console: 25 USD, einmalig

Google verlangt eine einmalige Registrierungsgebühr von 25 USD, ohne Verlängerung.

Der versteckte Posten ist Zeit: Private Entwicklerkonten, die nach dem 13. November 2023 erstellt wurden, müssen einen geschlossenen Test mit mindestens 12 Testern durchführen, die 14 Tage am Stück dabei sind, bevor sie den Produktionszugriff beantragen können. Plan zwei Wochen und zwölf echte Menschen ein.

Gebühr Betrag Wiederkehrend?
Apple Developer Program 99 USD (oder Landeswährung) Jedes Jahr
Google Play Console 25 USD Einmalig
Jahr 1, beide Stores 124 USD
Ab Jahr 2 99 USD

Eine App in beiden Stores braucht beide Konten – egal, wer sie baut. Steht in einem Angebot nichts davon, kommen diese Gebühren obendrauf.

Kosten, die davon abhängen, wie du baust

Design und Store-Assets

Du brauchst ein Icon, einen Splash-Screen und einen Store-Eintrag in den Formaten beider Stores:

Mit vorhandenen Markenassets ist das ein Arbeitstag. Mit Designer ist es ein eigener Posten.

Build und Signierung

Jemand muss beide Apps kompilieren, mit deinen Zertifikaten signieren und hochladen. Mit eigenem Code brauchst du für iOS einen Mac – die React-Native-Doku sagt es direkt: „A Mac is required to build projects with native code for iOS." Builder und Cloud-Build-Dienste nehmen dir diesen Schritt ab, und dafür bezahlst du sie zu einem großen Teil.

Review-Runden

Apple gibt an, dass im Schnitt 90 % der Einreichungen in weniger als 24 Stunden geprüft werden. Teuer ist die Nacharbeit nach einer Ablehnung. Bei verpackten Websites ist ein häufiger Grund Guideline 4.2, die Funktionen, Inhalte und eine Oberfläche verlangt, die „beyond a repackaged website" gehen – mehr dazu in unserem Artikel zur Guideline-4.2-Ablehnung. Plan mindestens eine Änderungsrunde ein.

Wartung und OS-Updates

Apps bleiben nicht von selbst regelkonform. Zwei Beispiele aus 2026:

  • Seit dem 28. April 2026 müssen Uploads in App Store Connect mit Xcode 26 oder neuer und dem iOS-26-SDK gebaut sein.
  • Ab dem 31. August 2026 müssen neue Apps und Updates bei Google Play Android 16 (API-Level 36) als Ziel haben; bestehende Apps brauchen mindestens API-Level 35, um für neue Nutzer auf neueren Android-Versionen verfügbar zu bleiben. Eine Verlängerung bis 1. November 2026 lässt sich beantragen.

Mit eigenem Code ist das jedes Jahr Entwicklerzeit. Beim Builder fragst du, wie er damit umgeht und ob Rebuilds extra kosten.

Laufendes Hosting

Ein Wrapper lädt deine Live-Website – du zahlst also das Hosting weiter, das du ohnehin hast. Eine native App braucht meist eine API für ihre Daten. Hat deine Website keine, gehören Bau und Hosting dieser API zum Projekt – oft der größte versteckte Posten bei Weg 1 und 2.

Weg 1: Native Entwicklung durch Agentur oder Freelancer

Für typische Agenturpreise haben wir keine seriöse, zitierfähige Quelle gefunden. Deshalb hier die Kostentreiber statt Preisspannen. Wenn du Angebote vergleichst, prüf, was enthalten ist:

  • Eine Codebasis oder zwei – getrennte Swift- und Kotlin-Apps kosten im Bau und in der Wartung mehr als eine Cross-Platform-App.
  • Screens und Abläufe – alles, was deine Website schon kann, wird nativ neu gebaut.
  • Backend – eine API, die deine Website nicht hat, ist ein eigenes Projekt.
  • Design, Tests auf vielen Geräten, Store-Einreichung und Nacharbeit nach dem Review.
  • Wartung – jährliche SDK-Vorgaben, OS-Releases, Bugfixes. Lass sie dir als eigene, schriftliche Position geben.

Der Vorteil ist echt: native Oberfläche, Offline-Daten, Hintergrundaufgaben, tiefer Gerätezugriff. Braucht dein Produkt das, ist ein Wrapper das falsche Werkzeug, und hier gehört das Geld hin.

Weg 2: Cross-Platform im eigenen Team (React Native oder Flutter)

Mit eigenen Entwicklern zahlst du mit Zeit: die Oberfläche, die deine Website schon hat, in einer zweiten Codebasis nachbauen, eine API für die App, Signierung und zwei Store-Pipelines (plus ein Mac für iOS), die jährlichen SDK-Updates – und ab dann jedes Feature doppelt ausliefern. Das lohnt sich, wenn die App ein eigenes Produkt werden soll. Für „unsere Website als App" verdoppelt es Arbeit, die du schon bezahlt hast.

Weg 3: Web-to-App-Builder und Wrapper-Services

Builder verpacken deine bestehende Website in iOS- und Android-Apps und ergänzen App-Funktionen – vom Self-Service-Tool bis zum Rundum-Service. Das veröffentlichen vier davon auf ihren eigenen Preisseiten, Stand 1. Oktober 2026:

Anbieter Veröffentlichte Preise Modell
MobiLoud Business: 1.499 USD/Monat oder 1.274 USD/Monat bei jährlicher Zahlung, plus eine einmalige Gebühr für Entwicklung und Einreichung (Betrag nicht angegeben); bis 10.000 monatlich aktive Nutzer, 50 USD je weitere 1.000. Enterprise: individuell Rundum-Service: Das Team baut, gestaltet, reicht ein und wartet die Apps
Median.co Free (mit „Powered by Median.co"-Wasserzeichen). Starter: 229 USD einmalige Lizenzaktivierung, dann 179 USD/Jahr ab Monat 12. Essential: 590 USD + 399 USD/Jahr. Plus: 990 USD + 669 USD/Jahr. Betreuter Business-Plan ab 7.200 USD/Jahr Self-Service, optionale Services
Natively Free (keine App-Dateien, keine Store-Veröffentlichung). Essential: 19 USD/Monat oder 144 USD/Jahr, 4 Rebuilds inklusive, weitere 9 USD. Unlimited: 49 USD/Monat oder 384 USD/Jahr. Lifetime: 699 USD einmalig. Optionaler Veröffentlichungs-Service: 600 USD Self-Service, optionale Services
AppThunder Free: 0 € (Builder und Vorschau, keine Build-Credits). Solo: 39 €/Monat. Business: 99 €/Monat. Agency: 249 €/Monat. Nettopreise Self-Service-Cloud-Builder

Die Pläne unterscheiden sich darin, wie viele Apps, Builds, Team-Plätze und native Funktionen enthalten sind und ob ein Team die Arbeit für dich übernimmt – lies, was jeweils enthalten ist, bevor du Summen vergleichst.

Egal, wofür du dich entscheidest: Guideline 4.2.6 gilt. Apps aus „a commercialized template or app generation service" müssen „submitted directly by the provider of the app's content" sein. Praktisch heißt das: Veröffentliche über deinen eigenen Entwickler-Account.

Weg 4: Progressive Web App (PWA)

Eine PWA ist deine Website plus Manifest und Service Worker, installiert aus dem Browser. Keine Store-Gebühren, kein Review, kein eigener Build. Der aktuelle Stand auf iOS:

  • Installieren geht nur von Hand. Ab iOS 16.4 installieren Nutzer über das Teilen-Menü in Safari, Chrome, Edge, Firefox und Orion, so MDN. Das Event beforeinstallprompt, mit dem Android-Browser einen Installieren-Button anbieten, wird auf iOS nicht unterstützt.
  • iOS 26 hat es einfacher gemacht. Laut WebKits Notizen zu Safari 26.0 öffnet standardmäßig „every website added to the Home Screen" als Web-App, ganz ohne Manifest.
  • Push funktioniert nach der Installation. Seit iOS 16.4 gibt es Web Push und Badges für Web-Apps auf dem Home-Bildschirm – nicht in einem normalen Safari-Tab.
  • Keine Store-Präsenz. Niemand findet dich über die Suche im App Store oder bei Google Play.

Wollen deine Kunden vor allem ein Icon auf dem Home-Bildschirm, reicht eine PWA vielleicht. Suchen sie dich im App Store, reicht sie nicht.

Versteckte Kosten, die in den meisten Schätzungen fehlen

  • Jährliche Apple-Verlängerung – läuft sie aus, kann niemand deine App mehr laden
  • Konto-Löschung – Apples 5.1.1(v) verlangt sie „within the app", wenn Nutzer Konten anlegen können; Google verlangt einen Weg in der App und einen Web-Link
  • Demo-Account – Apples 2.1 verlangt „an active demo account or fully-featured demo mode"; Google verlangt Anmeldedaten für die Prüfung
  • Datenschutzerklärung – in App Store Connect und „within the app in an easily accessible manner" (5.1.1(i))
  • Store-Eintrag – Screenshots pro Gerätegröße und Texte, in jeder Sprache, in der du listest
  • Nacharbeit wegen 4.2 – wenn die App wie eine umverpackte Website wirkt
  • Googles geschlossener Test – 12 Tester, 14 Tage, bei neuen privaten Konten
  • Jährliche SDK- und Target-API-Updates – mindestens ein Rebuild pro Jahr

Zitate aus Apples App Review Guidelines, Stand 8. Juni 2026, im englischen Original.

Gesamtkosten im ersten Jahr: ein Beispiel

Eine App, beide Stores, eine bestehende mobilfreundliche Website, Assets selbst gemacht – nur mit den oben veröffentlichten Preisen. Umsatzsteuer, Designarbeit und deine eigene Zeit sind nicht enthalten, und die Pläne enthalten Unterschiedliches.

Setup Plattform, Jahr 1 Store-Gebühren, Jahr 1 Summe Jahr 1 Jahr 2
Nur PWA ≈ 0 0 ≈ 0 ≈ 0
Natively Essential, jährlich 144 USD 124 USD 268 USD 144 USD + 99 USD
Median.co Starter 229 USD 124 USD 353 USD 179 USD + 99 USD
AppThunder Solo, 12 Monate 468 € netto 124 USD 468 € + 124 USD 468 € + 99 USD
MobiLoud Business, jährlich 15.288 USD + einmalige Gebühr 124 USD 15.412 USD + einmalige Gebühr 15.288 USD + 99 USD

Mit einem Self-Service-Builder liegen Plattform- und Store-Gebühren in derselben Größenordnung, und deine eigene Zeit – Store-Eintrag, Demo-Account, Review – ist der größere Posten. Ein Rundum-Service macht aus dieser Zeit größtenteils Geld. Ein natives Projekt kommt mit Entwicklung und Wartung noch obendrauf.

Wann ein Wrapper die falsche Wahl ist

Ein Wrapper ist nur so gut wie deine mobile Website. Er passt zu Shops, Content-Seiten und SaaS-Produkten, die auf dem Smartphone schon schnell und responsiv sind – wenn die Website das Hauptprodukt bleibt und die App jede Änderung mitmachen soll.

Falsch ist er, wenn die App lange offline funktionieren muss, wenn das Produkt von starken Gerätefunktionen lebt (Bluetooth-Hardware, Standort im Hintergrund, Audio oder Video in Echtzeit) oder wenn deine Website noch nicht mobilfreundlich ist – dann zuerst das beheben, sonst zahlst du doppelt.

Wo AppThunder passt

AppThunder macht aus deiner bestehenden Website iOS- und Android-Apps, gebaut in der Cloud und ohne Programmieren. Die App lädt deine Live-Website und ergänzt natives App-Icon und Splash-Screen, Berechtigungsabfragen für Kamera und Standort mit Begründungstexten (nur wenn du sie aktivierst), eine gebrandete Offline-Seite mit automatischem Neuladen, eine untere Tab-Leiste per Copy-Paste-Web-Snippet und Thunder Analytics. Ein Guideline Checker zeigt typische Review-Probleme vor dem Einreichen – fehlende Datenschutzseite, Login-Wand, fehlende Konto-Löschung.

Die Builds werden mit deinen Apple- und Google-Zugangsdaten signiert, und iOS-Builds landen in deinem App Store Connect (TestFlight) – du reichst also über deinen eigenen Account ein, wie 4.2.6 es verlangt. Du bekommst die .ipa- und .aab-Dateien. Solo (39 €/Monat netto) enthält 1 Live-App und 5 Build-Credits pro Monat, Business (99 €) 3 Apps und 12 Credits, Agency (249 €) 10 Apps, 35 Credits und kommerzielle Rechte. Credits bleiben zwei Monate gültig, und fehlgeschlagene Builds erstatten ihren Credit.

Was es nicht macht: deine Apple- und Google-Konten ersetzen oder bezahlen, deinen Store-Eintrag erstellen, einen Demo-Account anlegen oder eine nicht responsive Website mobilfreundlich machen. Für viel Offline-Nutzung oder tiefe Gerätefunktionen ist es nicht das richtige Werkzeug. Und eine Freigabe im App Store kann niemand garantieren – App Review entscheidet jede Einreichung.

FAQ

Was ist der günstigste Weg, meine Website in den App Store zu bringen? Ein Self-Service-Builder plus die Store-Gebühren: 124 USD für Apple und Google im ersten Jahr, dazu der Plan des Builders. Eine PWA ist günstiger, bringt dich aber nicht in den App Store.

Ist die Apple-Gebühr wirklich jährlich? Ja – 99 USD pro Mitgliedsjahr oder der Preis in Landeswährung. Läuft sie aus, ist deine App nicht mehr zum Download verfügbar. Googles 25 USD sind einmalig.

Brauche ich einen Mac, um meine Website in eine iOS-App umzuwandeln? Mit einem Cloud-Builder nicht. Baust du die iOS-App selbst mit React Native oder nativen Tools, brauchst du einen Mac mit Xcode.

Kann ein Builder die Freigabe im App Store garantieren? App Review entscheidet jede Einreichung. In deiner Hand liegt, die üblichen Ablehnungsgründe zu beseitigen: Navigation wie in einer App, ein Offline-Zustand, Konto-Löschung, ein Demo-Account und ein nützlicher erster Screen.

Reicht eine PWA statt einer App? Wenn du keinen Store-Eintrag brauchst, oft ja: Unter iOS 26 öffnet jede Website, die zum Home-Bildschirm hinzugefügt wird, als Web-App, und Web Push funktioniert dort. Die Nachteile: Installation von Hand und keine Auffindbarkeit im Store.